Krankengymnastikpraxis
Katrin Hoff & Diane Reyher

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Gesundheitsnachrichten

Vojta Therapie

Mit der Vojta-Therapie lassen sich mit ganz bestimmten Reizen die Steuerungsfähigkeit des Gehirns für Bewegung und Haltung beeinflussen. Hier werden normale Bewegungsabläufe gefördert.

Durch die Reizsetzung in der Vojta-Therapie wird das Gehirn angeregt, die angeborenen Bewegungsabläufe selbst zu aktivieren. Je früher mit der Therapie begonnen wird, desto kürzer ist die Anwendungszeit, da beim Säugling das zentrale Nervensystem noch leichter formbar ist. Oft sind die Nervenbahnen im Gehirn nur blockiert und müssen wieder in Gang gebracht werden. So kann die Vojta-Therapie den gesamten Reifungsprozess günstig unterstützen. Daher wird die Frühdiagnostik eingesetzt, um Ihrem Kind schon ab dem ersten Lebenstag eine unterstützende Therapie zu ermöglichen.

Bei der Behandlung liegt Ihr Baby in der Bauch-, Rücken- oder Seitenlage, dabei übt der Kindertherapeut gezielte Reize auf bestimmte Körperzonen aus. Diese Reize aktivieren die zwei Bewegungskomplexe, in denen alle Möglichkeiten der menschlichen Fortbewegung enthalten sind: Reflexumdrehen und Reflexkriechen. Dabei sind die positiven Nebeneffekte der Vojta-Therapie, eine tiefere Atmung, Aktivierung des Kreislaufes, aktivere Bewegungen zur Nahrungsaufnahme, wie Saug-, Kau- und Schluckaktivität sowie die Förderung der Verdauung.

Bei den Vojta-Therapie-Konzepten, in der Physiotherapie, erhält das zentrale Nervensystem die Möglichkeit, Bewegungsmuster neu zu speichern und diese motorisch zu nutzen. Therapeutische Inhalte und Ziele werden individuell auf den jeweiligen Säugling angepasst und mit den Eltern auch in Bezug auf den Alltag und das häusliche Umfeld abgestimmt. Die Eltern werden in der Vojta-Therapie so weit wie möglich angeleitet, dass sie ihr Kind täglich unterstützen können.

Wichtig ist uns dabei, dass die Eltern eine Anleitung zur besseren Handhabung ihres Kindes erhalten, zum Beispiel beim Heben und Tragen, An- und Ausziehen, Wickeln, Füttern oder Baden und auch Spielen. Sie lernen Ihr Kind durch solche fördernden Griffe in seiner Entwicklung positiv zu unterstützen. So können Sie Ihr Baby in der frühkindlichen Bewegungstherapie entscheidend unterstützen. Dies hat insbesondere auch den Nebeneffekt, dass Sie als betroffene Eltern in die aktive Unterstützung eingebunden werden.

11.07.2024 DGA | Quelle: Like Physio, Kevin Glaser (openPR)


Sportart „Gärtnern“

Ein unterschätztes Training für den Rücken

Mit den nackten Füßen durchs nasse Gras laufen, die Hände tief in die Erde wühlen und ein paar Erdbeeren naschen – der heimische Garten macht glücklich. Nicht ohne Grund ist Gartenarbeit das Lieblingshobby der Deutschen. Doch tut die gebückte Haltung auch dem Rücken gut? Der Physiotherapeut Andreas Sperber, Experte der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V., klärt auf und gibt Tipps für rückenfreundliches Gärtnern. Der Verein berät Verbraucherinnen und Verbraucher zum Thema Rückengesundheit und zeichnet nach umfassender Prüfung durch eine medizinische Fachkommission ergonomische Produkte mit dem AGR-Gütesiegel aus, darunter auch Gartengeräte.

Mehr als ein Viertel der Deutschen ist in der Freizeit am liebsten draußen im Garten. Kein Wunder, denn Gartenarbeit tut der Seele gut. „Sie versetzt uns in unsere Kindheit zurück, als wir es liebten, im Sandkasten Gräben zu ziehen und Burgen zu bauen“, sagt Physiotherapeut Andreas Sperber. „Das Arbeiten im Garten hat eine große emotionale Wirkung – wir atmen frische Luft, vergessen die Zeit und blicken ins Grüne.“

Mit regelmäßigen Pausen fühlt sich auch der Rücken im Grünen wohl

Gartenarbeit ist die vielleicht am meisten unterschätzte Sportart, denn ein paar Stunden im Garten können den Körper gleichmäßiger trainieren als so manches Fitnesstraining. Alle Muskelgruppen des Stütz- und Bewegungsapparats werden beansprucht. „Das Workout, das man im Garten (fast) nebenbei macht, tut den Muskeln und den Gelenken unheimlich gut“, sagt Sperber. „Nur sollte man eine Regel nicht vergessen: Nach 20 Minuten braucht der Körper Abwechslung.“

Wer also im Knien gerade das Unkraut aus einem Beet gezupft hat, sollte nicht gleich mit dem nächsten Beet weitermachen. Stattdessen rät der Physiotherapeut: „Wer nach vorne gebeugt gearbeitet hat, sollte sich anschließend nach hinten dehnen, um verkürzten Muskeln entgegenzuwirken.“ Der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung fördert die Durchblutung der Muskulatur und beugt Verspannungen und Rückenschmerzen vor. Beim Rasenmähen kommt man auch dem täglichen Schrittziel gleich viel näher. Damit die Arbeit im Grünen nicht zur Qual wird, sollten aber Zwangshaltungen vermieden und die geeigneten Arbeitsmittel gewählt werden.

Man kann es dem Rücken auch etwas leichter machen

Einerseits sind Rückenbeschwerden der größte Faktor, der Menschen an Gartenarbeit hindert, andererseits entstehen viele Schmerzen im Rücken erst durch langandauernde ungünstige Haltungen während des Gärtnerns. Einige Hilfsmittel tragen dazu bei, dass man sich beim Garten-Workout richtig (ver-)hält: Gemüse in einem Hochbeet anbauen, um sich nicht zu sehr hinunterbücken zu müssen, Polster unter den Knien beim Jäten, eine kleine Trittleiter, um langes Über-Kopf-Arbeiten zu vermeiden sowie ergonomische Gartengeräte. Rückenschmerzen entstehen vor allem bei Tätigkeiten, die man nach vorne gebeugt ausführt. Wer dabei sogar noch große Lasten hebt, muss meist nicht lange auf Beschwerden warten. Entsprechend sollten Hobbygärtner auf ergonomisches Gartenwerkzeug mit geringem Eigengewicht setzen. „Die Geräte sollten leicht zu handhaben und bei Bedarf höhenverstellbar sein“, sagt Sperber.

Rasenmäher, die man lange mit relativ viel Druck vorwärts schiebt, sollten daher leichtgängig sein und über einen Griff verfügen, der unterschiedliche Griffhaltungen zulässt sowie auf die individuelle Körpergröße einstellbar ist. An Grünflächen, die der Mäher nicht erreicht, erleichtert ein Rasentrimmer die Arbeit – ohne lästiges Rutschen auf den Knien.

„Rasentrimmer sollte man körpernah tragen können, damit man nicht in vorgebeugter Haltung arbeitet“, sagt Georg Dietrich, Managing Director Garden International der Einhell Germany AG. „Sie sollten zudem möglichst leicht sein und ergonomisch geformte Griffe haben. Wichtig ist zudem, dass alle Bedienelemente jederzeit gut erreichbar sind.“ Zwei Produkte von Einhell wurden aufgrund der besonders rückenfreundlichen Gestaltung mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet. Die Rasentrimmer verfügen über einen anpassbaren Zusatzhandgriff, um das Gerät mit der zweiten Hand zu führen. Ein individuell einstellbarer Tragegurt verteilt das Gewicht gleichmäßig auf die Schultern und kann links wie rechts verwendet werden, dies beugt einer einseitigen Belastung vor.

Weitere Informationen rund um die rückenfreundliche Gartenarbeit finden Sie unter www.agr-ev.de/garten.
Mit diesen einfachen Tricks von der Aktion Gesunder Rücken e. V. lassen sich Rückenschmerzen bei der Gartenarbeit vermeiden:

  • Lasten verteilen: Schweres wie Gartenabfälle und Gießkannen sollten Sie auf mehrere kleine Einheiten verteilen. Nutzen Sie zum Transport Hilfsmittel wie eine Schubkarre oder lassen Sie sich unterstützen.
  • Gartenarbeit ist Freizeit: Machen Sie ausreichend Erholungspausen, gönnen Sie sich eine Verschnaufpause im Liegestuhl und bewundern Sie Ihr Werk. Sie müssen nicht alles auf einmal erledigen.
  • Richtig bücken: Gehen Sie beim Bücken in die Knie und halten Sie den Rücken gerade – er wird es Ihnen danken.
  • Den Rücken entlasten: Achten Sie beim Arbeiten darauf, den Rücken nicht unnötig zu belasten. Eine dauerhaft gekrümmte Haltung oder langes Über-Kopf-Arbeiten können zu Verspannungen führen. Wechseln Sie daher immer mal wieder die Position.
  • Hilfsmittel nutzen: Verwenden Sie bei Tätigkeiten im Knien ein Polster als Unterlage, das fängt den Druck ab und schützt die Gelenke vor Nässe und Kälte.

08.07.2024 DGA | Quelle: Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.


Schreiben lernen mit der „falschen“ Hand

Schreiben lernen mit der „falschen“ Hand kann zu gravierenden Problemen führen

Schreiben lernen ist ein komplexer Vorgang, mit der Hand schreiben fördert die kognitive Entwicklung. Klappen diese Prozesse nicht gut, führt das bei betroffenen Kindern oftmals zu Problemen. „Ein möglicher Grund, dass Malen und Schreiben nicht gut gelingen, kann das Benutzen der „falschen“ sogenannten nicht-dominanten Hand sein“, bestätigt Prof. Dr. Elke Kraus und fährt fort: „Es ist mittlerweile bekannt, dass es bei Kindern, die mit der nicht-dominanten Hand schreiben, zu deutlichen Schwierigkeiten kommen kann“. Die Ergotherapeutin, die dem DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) angehört, hat das Assessment „Händigkeitsprofil“ entwickelt – ein wissenschaftlich fundiertes Tool, mit dem sich unter anderem ermitteln lässt, welches die dominante Hand bei einem Kind mit wechselndem Handgebrauch ist und mit welcher Hand es am besten schreiben lernt. Zeigen Kinder keine eindeutige Links- oder Rechtshändigkeit, ist es im Sinne einer optimalen Entwicklung des Kindes ratsam, die Situation gegebenenfalls mit Kinderärtz:innen zu besprechen und durch spezialisierte Ergotherapeut:innen abklären und behandeln zu lassen.

Die Händigkeit ist ein Phänomen, das noch nicht in Gänze verstanden und erforscht ist. Bekannt ist, dass jeder Mensch von Natur aus entweder Links- oder Rechtshänder ist; dabei gibt es unterschiedlich starke Ausprägungen. Bei starker Ausprägung ist meist schon früh, ab etwa zwei Jahren, zu sehen, ob ein Kind die linke oder die rechte Hand bevorzugt. Für die anderen gilt: bis zum vierten Lebensjahr ist oft keine Präferenz zu erkennen, sprich sie nutzen abwechselnd die eine oder die andere Hand, statt immer dieselbe Hand für bestimmte Tätigkeiten zu bevorzugen. So weit die Ausgangslage. Problematisch wird es, wenn im Vorschulalter nicht klar ist, ob ein Kind zu links oder rechts tendiert, denn die dominante Hand ist die, mit der ein Kind am besten schreiben lernt.

Auswirkungen des „falschen“ Handgebrauchs: sogenannte Umschulung vermeiden In vielen Kulturen, so auch der deutschen, wird die rechte Hand als die „richtige“ Hand angesehen, entsprechend ist der Alltag vorwiegend auf Rechtshänder ausgelegt. „Im ungünstigsten Fall ahmen Linkshänderkinder dieses Verhalten von Eltern, Geschwisterkindern oder dem Umfeld nach“, weiß Prof. Kraus aus der ergotherapeutischen Praxis: „Man könnte sagen: diese Kinder schulen sich selbst um“. Ebenso gut kann das soziale Umfeld eine Umschulung anregen, wenn Kinder mitbekommen, dass es für andere komisch oder unbeholfen aussieht, wenn sie ihre linke Hand einsetzen. Selbst heute gibt es gelegentlich noch die Meinung, dass es besser sei, mit der rechten Hand zu schreiben. So kann es vorkommen, dass ein Kind innerhalb der Familie, von Erzieher:innen oder Pädagog:innen wiederholt angeleitet oder aufgefordert wird, mit rechts zu agieren. Vor allem linkshändige Kinder, die eine leicht ausgeprägte Händigkeit haben und sowieso schon viel mit der rechten Hand machen, werden oft umgeschult und lernen das Schreiben mit rechts. Diese Kinder haben als Konsequenz oft mit Komplikationen wie Lern- oder Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bettnässen oder grob- und vor allem feinmotorischen Problemen beim Schreiben zu kämpfen. Auch kann es zu emotionalen Problemen kommen wie erhöhter Aggression, einer niedrigen Frustrationstoleranz oder auch dem Gefühl, nicht richtig denken zu können. Dasselbe trifft auf rechtshändige Kinder zu, die mit links schreiben (sollen). Ein Missempfinden bleibt meist ein Leben lang bestehen. „Von einer gezielten Umschulung ist unbedingt abzuraten“, so die Expertin.

Bei wechselndem Handgebrauch: Händigkeit vor der Einschulung klären lassen Zeigt ein Kind nach dem vierten Lebensjahr ein Wechselverhalten beim Malen und Schreiben, empfiehlt es sich, dass Eltern dies baldmöglichst abklären lassen und im ersten Schritt ihre:n Kinderärzt:in aufsuchen. Abwarten ist in solchen Fällen aus mehreren Gründen nicht zielführend: Die Händigkeit sollte unbedingt mit genügend Vorlauf vor dem Eintritt in die Schule geklärt sein. Außerdem könnte eine unklare Händigkeit ein Zeichen für eine Entwicklungsverzögerung sein; diese sollte behandelt werden. Darüber hinaus kann das beobachtete Wechselverhalten auf eine leicht ausgeprägte Linkshändigkeit oder motorische Probleme der dominanten Hand hinweisen. Eine von Prof. Kraus erstellte Checkliste hilft Kinderärzt:innen, Erzieher:innen, Lehrer:innen und nicht-spezialisierten Therapeut:innen, das Wechselverhalten des Kindes strukturiert zu beobachten und ermöglicht eine bessere Einschätzung, ob Handlungsbedarf besteht. Ist dies der Fall, sind Kinder:ärztinnen die richtige Anlaufstelle, um bei unklarer Händigkeit eine Verordnung für eine ergotherapeutische Abklärung und Intervention zu erhalten.

Mit Hilfe ergotherapeutischer Verfahren: den Ursachen auf den Grund gehen Wie klären händigkeitsgeschulte Ergotherapeut:innen die Händigkeit ab? Zunächst findet ein Anamnesegespräch statt, ergänzt durch einen ausführlichen Elternfragebogen. Danach geht es mit standardisierten und wissenschaftlich fundierten Testverfahren wie beispielsweise dem Händigkeitsprofil weiter. Mit diesem Assessment wird unter anderem ermittelt, welche Hand wie viel öfter eingesetzt wird und welche Hand um wie viel besser ist im Vergleich zur anderen. „Zusätzlich ist es ganz wichtig, das Kind am Ende der Testung selbst zu befragen, welche Hand sich besser anfühlt, denn Außenstehende können nicht einschätzen, was das Kind eventuell gut, merkwürdig und unangenehm findet“, so Kraus. Ergotherapeut:innen, die das Händigkeitsprofil verwenden, werten dieses aus, analysieren und interpretieren die Ergebnisse, die sie dann im Detail mit dem Kind und den Eltern besprechen.

Das Händigkeitsprofil: fundierte Entscheidung über Links- oder Rechtshändigkeit treffen Meist ist nach dem Testen mit dem Händigkeitsprofil klar, ob das Kind die linke oder die rechte Hand zum Schreiben und Malen bevorzugt. Um dies zu automatisieren damit sich Kinder beim Schreiben auf Aspekte wie Rechtschreibung, Inhalt und Grammatik konzentrieren können, schulen und trainieren Ergotherapeut:innen die grafomotorischen und feinmotorischen Fähigkeiten des Kindes konsequent mit der festgelegten Schreibhand. Bei anderen Tätigkeiten wie etwa mit der Schere schneiden, Besteck benutzen oder Hämmern und Werkeln, kann das Kind selbst entscheiden, welche Hand es am liebsten einsetzt, je nachdem welche sich besser anfühlt. Mit dieser jeweils festgelegten Hand werden dann die damit verbundenen Tätigkeiten geübt, damit auch hier Automatisieren und die Entwicklung von Fertigkeiten erfolgen können.

Auch im Schnellverfahren: Ergotherapeut:innen geben Kind und Eltern Sicherheit Lässt sich die Händigkeit zunächst nicht klar feststellen, üben Ergotherapeut:innen mit den Kindern bimanuelle – also mit beiden Händen – und Überkreuzungsbewegungen. Dies kann jedoch nur stattfinden, wenn es ausreichend Zeit bis zu Einschulung gibt. Für den Fall, dass die Einschulung kurz bevorsteht, empfiehlt Prof. Kraus ein von ihr humorvoll „Härtetest“ genanntes Schnellverfahren. Die Kinder schreiben, malen, malen aus und machen unterschiedliche Tätigkeiten vielfach und über eine längere Zeitspanne mit jeder Hand. Gemeinsam mit der Ergotherapeut:in beurteilt das Kind im Anschluss die einzelnen Sequenzen, sagt, mit welcher Hand es schöner malen konnte oder was sich besser angefühlt hat. Alle diese Aussagen und Überlegungen fließen in die Entscheidung ein, mit welcher Hand das Kind schreiben lernt. Ein ausführlicher Test zur Händigkeit durch spezialisierte Ergotherapeut:innen verleiht dem Kind und sicher auch seinen Eltern die nötige Sicherheit für einen guten Start in das Schulleben.

Bis ins Erwachsenenalter möglich: Rückschulung von rechts nach links Die Folgen einer Umschulung – in aller Regel passiert dies bei einer angeborenen Linkshändigkeit auf Schreiben mit rechts – können, müssen aber nicht belastend sein. „Wer allerdings die bereits beschriebenen Schwierigkeiten hat und einen entsprechenden Leidensdruck verspürt, sollte über eine Rückschulung nachdenken; dabei ist es unwesentlich, wie alt jemand ist“, rät Prof. Kraus. Bei Kindern kann dies optimalerweise in den Sommerferien stattfinden; Erwachsene haben eigene Vorstellungen und Möglichkeiten. Wesentlich ist in einem solchen Fall, dass auch das Umfeld mitspielt und sich einbinden lässt. Sind das Kind und seine Eltern motiviert, eine Rückschulung zu beginnen, ist auch die Kooperationsbereitschaft von Erzieher:innen oder Lehrer:innen gefordert. „Ohne die Unterstützung und auch Rücksichtnahme der beteiligten Lehrer:innen ist der Erfolg einer Rückschulung nicht gesichert. Eine entsprechende Beratung und Informationsaustausch sind maßgeblich“, hält Prof. Kraus fest. „Es ist kein leichtes Unterfangen, lohnt sich aber in den meisten Fällen“, so das Fazit der Expertin.

Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter https://dve.info/service/therapeutensuche.

04.07.2024 DGA | Quelle: Deutscher Verband Ergotherapie e.V.